17 April 2026, 04:28

PETA wirft Wuppertaler Zoo brutale Elefantentrainingsmethoden vor

Plakat wirbt für einen Zoo in München, Deutschland, mit Bildern einer Leopardin und einer Katze und Textinformationen zum Zoo.

PETA wirft Wuppertaler Zoo brutale Elefantentrainingsmethoden vor

Die Tierrechtsorganisation PETA wirft dem Wuppertaler Zoo vor, seine afrikanischen Elefanten misshandelt zu haben. Videoaufnahmen aus dem Jahr 2018 zeigen, wie Tierpfleger gewaltsame Trainingsmethoden anwenden – darunter den Einsatz von Bullenhaken –, um die Tiere zu Kunststücken und Fotoaufnahmen zu zwingen. Trotz wiederholter Vorstöße bei den lokalen Behörden behauptet PETA, dass bisher keine Maßnahmen ergriffen wurden.

Aufnahmen, die zwischen Mai und Juli 2018 entstanden, belegen, dass die Elefanten im Wuppertaler Zoo stressigen Trainingsmethoden ausgesetzt waren. Zu sehen ist, wie Pfleger Bullenhaken – scharfe Werkzeuge, die den Tieren Schmerzen zufügen – einsetzten, um sie zu kontrollieren. In einem Fall wurde ein Elefant gezwungen, einen Besucher auf dem Rücken zu tragen, in einem anderen zog ein Pfleger die Stoßzähne eines Tieres nach oben.

PETA berichtet zudem, dass das Elefantenbaby Tuffi bereits unter den psychischen Folgen derselben Trainingsmethoden leide. Die Organisation argumentiert, dass kein Zoo den komplexen Bedürfnissen von Elefanten gerecht werden könne, und fordert ein Ende der Zucht sowie der Einfuhr der Tiere in Gefangenschaft.

Kritik gibt es auch an der Praxis des Zoos, durch Sonderveranstaltungen mit Elefanten zusätzliche Einnahmen zu generieren. PETA fordert seit Langem den Umstieg auf das sogenannte "Protected Contact" – ein sicheres System, bei dem Pfleger und Tiere durch Barrieren voneinander getrennt sind. Bisher haben weder der Zoo noch die Wuppertaler Stadtverwaltung auf die Vorwürfe reagiert.

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Nun erneuert PETA seinen Appell für ein sofortiges Verbot der Ausbeutung von Elefanten im Zoo. Die Organisation ruft zudem Oberbürgermeister Andreas Mucke und lokale Politiker auf, einzugreifen.

Die Vorwürfe unterstreichen die anhaltenden Bedenken hinsichtlich des Elefantenschutzes in Zoos. PETA besteht darauf, dass nur die Beendigung von Zuchtprogrammen und der schrittweise Ausstieg aus der Haltung in Gefangenschaft eine Lösung darstellen. Ohne Veränderungen, warnt die Organisation, werden die Elefanten im Wuppertaler Zoo weiterhin unter schädlichen Trainingspraktiken leiden.

Quelle