Petruskirche in Kiel-Wik: Wo maritime Geschichte auf Kultur trifft
Friederike Ruppersberger
Petruskirche in Kiel-Wik: Wo maritime Geschichte auf Kultur trifft
Die Petruskirche im Kieler Stadtteil Wik ist ein Relikt der maritimen Geschichte der Stadt. Zwischen 1905 und 1907 als Kirche für die Kaiserliche Marine erbaut, bot sie Platz für bis zu 1.100 Menschen. Noch heute ist sie eine aktive evangelisch-lutherische Kirchengemeinde, doch inzwischen finden hier auch Konzerte und Veranstaltungen statt, die ein Publikum über die regelmäßigen Gottesdienstbesucher hinaus anziehen.
Das Gebäude selbst ist ein typisches Beispiel für die Architektur der frühen 1900er-Jahre – eine Mischung aus Neoklassizismus und dem schlichten Design protestantischer Kirchen. Im Inneren sorgen die hohen Decken und das weite Kirchenschiff für eine großzügige, aber keineswegs erdrückende Atmosphäre, egal ob sonntäglicher Gottesdienst oder kulturelle Veranstaltung. Die Petruskirche hat es geschafft, in Kiel sowohl als spiritueller Ort als auch als lebendiger Treffpunkt relevant zu bleiben.
Wer sie besuchen möchte, kann sonntags von 9:30 bis 15:00 Uhr oder am ersten Donnerstag im Monat von 14:00 bis 17:00 Uhr vorbeischauen. Die Adresse lautet 24106 Kiel-Wik, direkt an einer Bushaltestelle gelegen – die Anreise ist also unkompliziert. Eine starke Online-Präsenz hat die Kirche zwar nicht, doch das Gebäude selbst erzählt viel über ihre Vergangenheit und ihre Bedeutung für die Stadt.
Trotz ihrer Größe wirkt der Raum nicht kalt. Die Akustik ist hervorragend – zufällig, aber ideal für die häufig stattfindenden Konzerte. Hier begegnen sich Geschichte und Alltag, bieten Raum für stille Einkehr oder einen musikalischen Abend.
In einigen Bewertungen erhält die Kirche vier von fünf Sternen. Die Besucher kommen aus unterschiedlichen Gründen – manche für die Gottesdienste, andere wegen der Architektur oder einer Veranstaltung –, doch alle scheinen beeindruckt davon, wie selbstverständlich die Petruskirche noch immer in das Stadtbild Kiels passt.







