07 June 2026, 00:27

Piers Morgan warnt vor KI-Deepfakes: "Selbst meine Mutter erkennt Fälschungen nicht"

Piers Morgan: KI ist so mächtig, dass eine Deepfake-Version von mir sogar meine eigene Mutter getäuscht hat - SXSW London

Piers Morgan warnt vor KI-Deepfakes: "Selbst meine Mutter erkennt Fälschungen nicht"

Piers Morgan hat Bedenken hinsichtlich der Verbreitung von KI-generierten Deepfakes geäußert, die sein Abbild nutzen. Der Moderator gab zu, dass selbst seine eigene Mutter Schwierigkeiten hatte, ein gefälschtes Video von ihm als solches zu erkennen. Seine Äußerungen fielen während einer Diskussion auf dem SXSW London, bei der er auch die Haltung des Festivals zur Meinungsfreiheit kritisierte.

Morgan betonte die zunehmend schwierige Unterscheidung zwischen vertrauenswürdigen und manipulierten Inhalten im Internet, insbesondere auf Plattformen wie TikTok. Sowohl er als auch die Sängerin Katherine Jenkins sind bereits Opfer überzeugender KI-Imitationen geworden – ein Umstand, der die Sorgen vor gezielter Desinformation weiter schürt.

Wie Morgan enthüllte, kursieren auf sozialen Medien Deepfake-Clips, die vorgeben, aus seiner Sendung zu stammen. Trotz der Vertrautheit seiner Mutter mit seiner Stimme und seinen typischen Verhaltensweisen erkannte sie eine der Fälschungen nicht als künstlich erstellt. Der Vorfall unterstreicht die Raffinesse der aktuellen KI-Technologie und lässt ihn besorgt über deren möglichen Missbrauch zurück.

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Beim SXSW London hinterfragte Morgan, warum das Festival den YouTube-Kommentator Cenk Uygur nicht öffentlich unterstützt habe, nachdem diesem die Einreise nach Großbritannien verweigert worden war. Uygur und sein Neffe Hasan Piker durften nicht ins Land einreisen, mit der Begründung, ihre Anwesenheit sei „nicht förderlich für das öffentliche Wohl“. Morgan argumentierte, das Festival hätte Ugurs Recht auf freie Meinungsäußerung verteidigen sollen – selbst wenn dessen Ansichten umstritten seien.

Die Veranstalter des SXSW London bekräftigten daraufhin ihr Engagement für eine Vielfalt an Stimmen und verwiesen auf über 800 geplante Redner, Künstler und Vorführungen. Sie betonten ihre Rolle als Plattform für offenen Dialog, gingen auf Ugurs Fall jedoch nicht direkt ein. Morgan blieb indes bei seiner Überzeugung, dass menschliche Überzeugungskraft der KI noch immer überlegen sei – zumindest vorerst.

Der Aufstieg der Deepfake-Technologie hat Persönlichkeiten wie Morgan und Jenkins vorsichtiger im Umgang mit Online-Inhalten werden lassen. Gleichzeitig halten die Debatten über Meinungsfreiheit an, während sich das SXSW London auf sein Programm konzentriert, statt sich in politische Kontroversen einzumischen. Morgans Erfahrungen verdeutlichen die Herausforderungen, die auf uns zukommen, wenn KI die Grenzen zwischen Realität und Fiktion in den Medien immer weiter verwischt.

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