Reaktivierung der Bahnstrecke Bitterfeld–Stumsdorf rückt näher – 31.000 Einwohner könnten profitieren
Thea LübsReaktivierung der Bahnstrecke Bitterfeld–Stumsdorf rückt näher – 31.000 Einwohner könnten profitieren
Eine Machbarkeitsstudie kommt zu dem Ergebnis, dass die Bahnstrecke Bitterfeld–Stumsdorf langfristig reaktiviert werden könnte. Das Vorhaben soll den Verkehr auf den umliegenden Straßen entlasten – ein Anliegen, das lokale Politiker und Anwohner seit Langem vorbringen. Lydia Hüskens, Ministerin für Infrastruktur und Digitales, hat kürzlich die Strecke begutachtet, um sich ein Bild von ihrem Zustand zu machen.
Der Personenverkehr auf der Strecke Bitterfeld–Stumsdorf wurde 2002 eingestellt, der Güterverkehr folgte zwei Jahre später. Die Stadt Zörbig ließ jedoch bereits 2005 den Abschnitt Bitterfeld–Zörbig für den Güterverkehr wiederherstellen. Nun gibt es neue Bestrebungen, die gesamte Verbindung zu reaktivieren.
Vor Ort sollten Ausschlusskriterien sowie mögliche Standorte für neue Haltepunkte ermittelt werden. Eine Wiederinbetriebnahme könnte rund 31.000 Einwohnern den Anschluss an das S-Bahn-Netz Mitteldeutschlands ermöglichen. Die aktuellen Kostenschätzungen belaufen sich auf etwa 130 Millionen Euro, wobei bis zu 90 Prozent der Summe über das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) gedeckt werden könnten.
Der Erfolg des Projekts hängt von der Zusammenarbeit aller Beteiligten ab. Die Reaktivierung der Strecke könnte zudem Engpässe bei den Kapazitäten verringern, die Zuverlässigkeit des Schienenverkehrs erhöhen und wichtige Verbindungen beschleunigen.
Die Studie bestätigt, dass die Wiederbelebung der Strecke machbar ist – vorausgesetzt, es entstehen keine unerwarteten Mehrkosten. Der Vorschlag geht nun in die nächste Planungsphase über. Bei einer Umsetzung wäre dies ein bedeutender Schritt zur Verbesserung der regionalen Verkehrsanbindungen.






