08 May 2026, 00:35

Rekordzahl ausländischer Studierender – doch viele fühlen sich betrogen

Offenes Buch mit handgeschriebenem Text und Wasserzeichen, wahrscheinlich ein Dokument der Bundesrepublik Deutschland.

Rekordzahl ausländischer Studierender – doch viele fühlen sich betrogen

Die Zahl der internationalen Studierenden in Deutschland hat mit über 402.000 Immatrikulierten im Wintersemester 2024/25 einen neuen Rekord erreicht. Doch viele erleben nach ihrer Ankunft eine herbe Enttäuschung – besonders jene, die bestimmte private Hochschulen besuchen. Joybrato Mukherjee, Präsident des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), hat nun vor unethischen Praktiken gewarnt, von denen diese Studierenden betroffen sind.

Fast 60.000 der internationalen Studierenden stammen aus Indien und bilden damit die größte ausländische Gruppe. Mukherjee macht vor allem skrupellose Vermittlungsagenturen in Indien für die Probleme verantwortlich, die in einer rechtlichen Grauzone operieren. Diese Agenturen verdienen daran, Studierende nach Deutschland und in andere Länder zu lotsen – oft mit trügerischen Versprechungen.

Mukherjee hinterfragt, warum einige private Hochschulen, insbesondere in Berlin, trotz „höchst fragwürdiger Studiengänge“ weiterhin staatlich anerkannt bleiben. Zudem stellt er infrage, wie bestimmte Studienprogramme dieser Einrichtungen überhaupt eine Akkreditierung erhalten konnten. Seine Kritik richtet sich auch gegen Kooperationen zwischen deutschen Hochschulen und solchen Agenturen, von denen er dringend abrät.

Viele Studierende fühlen sich getäuscht, da sich ihre Erwartungen kurz nach der Ankunft in Luft auflösen. Mukherjee fordert nun strengere Kontrollen privater Hochschulen, um weitere Ausbeutung zu verhindern.

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Die Situation zeigt, wie dringend schärfere Regulierungen für private Hochschulen und Vermittlungspraktiken nötig sind. Da indische Studierende besonders stark betroffen sind, deuten Mukherjees Warnungen auf einen notwendigen Systemwandel hin. Jetzt liegt der Fokus darauf, ob die Behörden Maßnahmen ergreifen werden, um diese Missstände zu beheben.

Quelle