Sachsen-Anhalt fordert Steuersenkungen gegen explodierende Dieselpreise im Jahr 2025
Falk HornigSchulze fordert Steuererleichterungen wegen hoher Benzinpreise - Sachsen-Anhalt fordert Steuersenkungen gegen explodierende Dieselpreise im Jahr 2025
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze hat dringende Steuersenkungen gefordert, um die steigenden Spritkosten zu entlasten. Der Appell kommt zu einer Zeit, in der die Dieselpreise in Deutschland im Laufe des Jahres 2025 kontinuierlich gestiegen sind und damit besonders Pendler in ländlichen Regionen zusätzlich belasten. Viele Einwohner der Region haben bereits jetzt lange Arbeitswege von 50 Kilometern oder mehr.
Die Dieselpreise in Deutschland lagen im April 2025 bei 159,1 Cent pro Liter und stiegen bis Januar 2026 auf durchschnittlich 1,658 Euro. Im Jahresverlauf erhöhte sich der Preis um etwa 4,0 Cent pro Liter. Das Tanken eines Standard-Dieselfahrzeugs kostet in Sachsen-Anhalt mittlerweile rund 130 Euro.
Schulze wirft den Mineralölkonzernen vor, die Situation auszunutzen, und bezeichnet ihre Preispolitik als ausbeuterisch. Seiner Ansicht nach nutzen die Unternehmen den anhaltenden Konflikt im Iran und die globale Instabilität, um ihre Gewinne unrechtmäßig in die Höhe zu treiben.
Um kurzfristig Entlastung zu schaffen, schlägt der Ministerpräsident eine Senkung der Energiesteuer sowie eine Überprüfung der CO₂-Abgabe vor. Diese Maßnahmen seien unverzichtbar, falls die hohen Spritpreise anhalten – insbesondere für diejenigen, die auf ihr Auto im Alltag angewiesen sind.
Die geplanten Steueranpassungen sollen die finanzielle Belastung für Autofahrer in Sachsen-Anhalt verringern. Angesichts weiter steigender Dieselpreise steht die Landesregierung unter Handlungsdruck. Schulz' Konzept setzt auf schnelle Lösungen, um die Folgen der anhaltend hohen Kosten abzufedern.