18 March 2026, 04:28

Schleswig-Holstein startet mit Digitalstrategie 2026 in die digitale Zukunft

Eine Gruppe von Männern, die um einen Tisch sitzen und Laptops, Wasserflaschen, Mobiltelefone und Papiere haben, mit einem Logo und Text des Nigerianischen Regierungsprogramms für digitale Governance an der Wand dahinter.

Land wird niemanden in der Digitalstrategie ausschließen - Schleswig-Holstein startet mit Digitalstrategie 2026 in die digitale Zukunft

Schleswig-Holstein beschließt Digitalstrategie 2026 für beschleunigte Digitalisierung

Schleswig-Holstein hat eine neue Digitalstrategie 2026 verabschiedet, um die Digitalisierung im gesamten Bundesland voranzutreiben. Der Plan setzt auf nahtlosen Datenaustausch, schnellere öffentliche Dienstleistungen und einen flächendeckenden Glasfaserausbau bis 2030. Abgeordnete verschiedener Parteien haben sich zu den anstehenden Herausforderungen und Chancen geäußert.

Das Land ist bei der Glasfaserausbau-Quote führend in Deutschland: 84 Prozent der Haushalte sind anschlussbereit – mehr als doppelt so viel wie der Bundesdurchschnitt von 40 Prozent. Über die Hälfte der Haushalte nutzt bereits Glasfaser-Internet, dank 140 Millionen Euro, die in Breitbandprojekte investiert wurden. Ziel ist die vollständige Glasfaserabdeckung bis 2030, ergänzt durch ein 29-Millionen-Euro-Rechenzentrum für KI an der Universität zu Lübeck, das sichere medizinische Forschung ermöglichen soll.

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Ein zentraler Baustein der Strategie ist das "Once-Only"-Prinzip: Bürger:innen und Unternehmen müssen Daten künftig nur noch einmal einreichen. Ein eigenes Datennetz soll Behörden den Austausch von Informationen erleichtern und isolierte Systeme abschaffen. Zudem setzt das Land auf X-Road, eine sichere Plattform für den standardisierten Datenaustausch zwischen Behörden.

Seit März 2026 gilt die "Digital-First"-Regel, die vorsieht, dass Anträge ausschließlich digital eingereicht werden müssen. Damit sollen manuelle Bearbeitungsprozesse reduziert und Dienstleistungen beschleunigt werden. Allerdings warnte der FDP-Politiker Bernd Buchholz, dass Menschen ohne digitalen Zugang nicht abgehängt werden dürften. Sebastian Bonau von den Grünen forderte mehr digitale Souveränität auf kommunaler Ebene, während die CDU-Abgeordnete Uta Wentzel die Bedeutung der Strategie für die Stärkung der digitalen Wirtschaft betonte.

Kianusch Stender von der SPD mahnte, Digitalisierung nicht als reine Top-down-Vorgabe zu verstehen. Stattdessen solle der Plan Akteur:innen zusammenbringen und zersplitterte Lösungen vermeiden.

Die Strategie vereint Infrastrukturausbau, Datenaustausch-Reformen und Maßnahmen zur digitalen Teilhabe. Mit Glasfaseroffensive, KI-Investitionen und schlankeren Verwaltungsprozessen will Schleswig-Holstein Maßstäbe für eine moderne digitale Verwaltung setzen. Die nächsten Schritte werden zeigen, wie gut es gelingt, Effizienz mit Barrierefreiheit für alle Bürger:innen in Einklang zu bringen.

Quelle