Schwerer "Dooring"-Unfall in Bielefeld: Autotür reißt Radfahrerin zu Boden
Friederike RuppersbergerSchwerer "Dooring"-Unfall in Bielefeld: Autotür reißt Radfahrerin zu Boden
Radfahrerin nach „Dooring“-Unfall in Bielefeld schwer gestürzt
Eine Radfahrerin ist in Bielefeld von einer plötzlich geöffneten Autotür erfasst und zu Fall gebracht worden. Der Vorfall ereignete sich spätabends, als ein 55-jähriger Autofahrer vor dem Aussteigen aus seinem geparkten Volkswagen UP den rückwärtigen Verkehr nicht ausreichend prüfte. Die Polizei appelliert seitdem an alle Kraftfahrer, beim Verlassen des Fahrzeugs besonders aufmerksam zu sein, um ähnliche Zusammenstöße zu vermeiden.
Der Unfall passierte gegen 22:55 Uhr auf der Mühlenstraße in der Nähe der Otto-Brenner-Straße. Eine 28-jährige Frau fuhr mit ihrem Fahrrad die Straße entlang, als der Fahrer eines parkenden Autos plötzlich seine Tür öffnete. Durch den Aufprall stürzte sie auf den Gehweg. Ein Zeuge vor Ort bestätigte ihre Schilderung der Ereignisse.
Die Radfahrerin trug zum Zeitpunkt des Unfalls keinen Helm. Die Polizei wies erneut auf die Gefahren des sogenannten „Dooring“ hin – wenn eine Autotür in den Weg eines herannahenden Radfahrers geöffnet wird. Auch der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) thematisiert das Problem im Rahmen seiner laufenden Kampagne „Kopf drehen, Radfahrer sehen!“, die Autofahrer dazu auffordert, vor dem Öffnen der Tür gezielt nach Radfahrern Ausschau zu halten.
Die Behörden betonen, dass sowohl Fahrer als auch Mitfahrer in der Pflicht stehen. Selbst Personen auf der Rücksitzbank sollten vor dem Aussteigen auf herannahende Radfahrer achten.
Der Vorfall hat zu erneuten Aufrufen für mehr Aufmerksamkeit im Straßenverkehr geführt. Während die Polizei die genauen Umstände des Zusammenstoßes weiter untersucht, fordern Verkehrssicherheitsorganisationen mehr Vorsicht beim Verlassen geparkter Fahrzeuge. Die Verletzungen der Radfahrerin und eine mögliche Haftung des Autofahrers werden noch geprüft.






