22 March 2026, 14:32

"Seitenwechsel"-Buchmesse in Halle: Proteste gegen rechtsextreme Tendenzen angekündigt

Eine Gruppe von Menschen mit Protestschildern vor einem Gebäude, mit zwei Personen im Vordergrund und einem Müllcontainer auf der rechten Seite.

"Seitenwechsel"-Buchmesse in Halle: Proteste gegen rechtsextreme Tendenzen angekündigt

Die umstrittene Buchmesse Seitenwechsel, die wegen ihrer Verbindungen zur extremen Rechten in der Kritik steht, findet am 7. und 8. November 2026 erneut in Halle (Saale) statt. Die Veranstalter bewerben sie als Plattform für unabhängige Verlage und vielfältige Standpunkte, doch Gegner haben bereits Proteste gegen das angekündigt, was sie als "faschistische Buchmesse" bezeichnen.

Die Ausgabe des Vorjahres zog scharfe Kritik auf sich, nachdem linke Gruppen, darunter Antifa Zeitenwechsel, der Messe vorwarfen, rechtsextremem Gedankengut eine Bühne zu bieten. Laut ihrer Stellungnahme waren 2025 Teilnehmer vertreten, die mit der AfD, neonazistischen Strömungen, völkischer Esoterik, Verschwörungstheorien und Holocaustleugnung in Verbindung stehen. Trotz dieser Vorwürfe bezeichneten die Veranstalter die Messe als "überwältigenden Publikumserfolg" und betonten, sie biete Raum für "kritische Stimmen, libertäre Ideen und oppositionell-konservative Perspektiven".

Bei der Messe 2025 kam es zu Protesten, die politische Spannungen in Halle verschärften. Auch in diesem Jahr hat Antifa Zeitenwechsel Widerstand angekündigt und warnt vor einer zunehmenden Rechtsentwicklung in der Gesellschaft. Die Gruppe ruft Unterstützer auf, sich den für den 7. November geplanten Demonstrationen anzuschließen.

Die Veranstalter weisen die Vorwürfe zurück, die Messe fördere Extremismus. Stattdessen heben sie ihre Rolle als Förderin kleiner, unabhängiger Verlage hervor. Sie argumentieren, die Messe enable einen Diskurs und gebe marginalisierten Positionen eine Stimme, die in mainstream-medialen Formaten oft keinen Platz fänden.

Mit bereits angekündigten Protesten droht die Seitenwechsel-Buchmesse 2026 die Konflikte des Vorjahres zwischen Veranstaltern und linken Aktivisten neu aufleben zu lassen. Die Messe wird wie geplant stattfinden, während die Gegner ihre Ablehnung bekräftigen. Beide Seiten bleiben unnachgiebig – die Auseinandersetzung bahnt sich an.

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