SPD fordert Aussetzung der Schuldenbremse wegen Iran-Kriegs – CDU widerspricht scharf
Friederike RuppersbergerSPD fordert Aussetzung der Schuldenbremse wegen Iran-Kriegs – CDU widerspricht scharf
Die Debatte über die deutsche Schuldenbremse ist erneut aufgeflammt, nachdem die SPD deren Aussetzung wegen des Iran-Kriegs vorgeschlagen hat. CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann kritisierte den Plan als "politische Bequemlichkeit", während Vertreter des Bundestags die Maßnahme als notwendige Vorsorge für mögliche Engpässe verteidigten.
Der Fraktionsvorsitzende der SPD, Matthias Miersch, hatte zunächst die vorübergehende Aussetzung der Schuldenbremse ins Spiel gebracht. Er warnte vor schweren globalen Störungen der Lieferketten durch den Iran-Konflikt und argumentierte, dass die wirtschaftliche Stabilität gefährdet sei, falls nicht gehandelt werde.
Dirk Wiese, der Leiter der Bundestagsgeschäfte, unterstützte Mierschs Bedenken. Er verwies auf mögliche Versorgungsengpässe bei Tankstellen, Aluminium und Helium als direkte Folgen des Krieges. Wiese wies die Kritik der CDU zurück und bezeichnete den Vorschlag als "vorausschauende Krisenvorsorge" statt als Vorwand für Untätigkeit.
CDU-Mann Linnemann blieb jedoch bei seiner Ablehnung. Er bezeichnete die Idee als Zeichen "politischer Bequemlichkeit" und lehnte es ab, dass der Krieg solche finanzpolitischen Schritte rechtfertige.
Der Streit zeigt tiefe Gräben in der Finanzpolitik angesichts steigender geopolitischer Spannungen. Der SPD-Vorschlag bleibt umstritten, während die CDU jede Aussetzung der Schuldenbremse ablehnt. Unterdessen bewerten Beamte weiterhin die möglichen wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs.






