Stuttgart 21: Tiefbahnhof kommt erst 2031 – und kostet Milliarden mehr
Falk HornigStuttgart 21: Tiefbahnhof kommt erst 2031 – und kostet Milliarden mehr
Stuttgart 21: Eröffnung des neuen Tiefbahnhofs verschiebt sich erneut – nun auf Ende 2031
Das Bahnprojekt Stuttgart 21 erlebt einen weiteren Rückschlag: Die Inbetriebnahme des unterirdischen Durchgangsbahnhofs verzögert sich nun bis spätestens Ende 2031. Ursprünglich als großer Modernisierungsschub für das Stuttgarter Schienennetz konzipiert, leidet das Vorhaben seit seinem Start unter immer neuen Verzögerungen und explodierenden Kosten.
Kernstück von Stuttgart 21 ist der neue unterirdische Durchgangsbahnhof, der den bisherigen Kopfbahnhof ersetzen soll. Zudem umfasst das Projekt neue Gleise, Tunnel und Brücken als Teil einer grundlegenden Erneuerung der städtischen Bahninfrastruktur. Doch der Fortschritt wird durch anhaltende Herausforderungen gebremst – insbesondere die komplexe Digitalisierung des Knotenpunkts.
Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) hat die Deutsche Bahn zu verlässlichen Daten und verbindlichen Fertigstellungsterminen gedrängt. Er betonte, dass die vollständige Digitalisierung des Bahnknotens entscheidend für den Erfolg des Projekts sei. Özdemir warnte zudem, weitere Verzögerungen würden „katastrophale Nachrichten“ für die Region und die Fahrgäste bedeuten.
Das Budget des Projekts ist seit 2009 von rund 4,5 Milliarden Euro auf voraussichtlich 11,3 Milliarden Euro angewachsen – Kosten, die die Deutsche Bahn allein tragen muss. Währenddessen ging das übergeordnete Projekt Stuttgart–Ulm, zu dem auch die Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Wendlingen und Ulm gehört, bereits 2022 in Betrieb. Die teilweise Eröffnung des zentralen Tiefbahnhofs, ursprünglich für 2022 geplant, bleibt jedoch auf unbestimmte Zeit verschoben.
Die jüngste Verzögerung verschiebt die Inbetriebnahme des Durchgangsbahnhofs auf Ende 2031 und verlängert damit eine lange Reihe von Rückschlägen. Mit Kosten von mittlerweile über 11 Milliarden Euro wird die Fertigstellung des Projekts einen wichtigen Meilenstein für das Stuttgarter Verkehrsnetz markieren. Die Deutsche Bahn steht weiterhin unter Druck, ihre Zusagen einzuhalten.






