Uwe Bolls Citizen Vigilante in Deutschland verboten – Zensur oder Jugendschutz?
Friederike RuppersbergerUwe Bolls Citizen Vigilante in Deutschland verboten – Zensur oder Jugendschutz?
Uwe Bolls neuer Film Citizen Vigilante in Deutschland verboten
Der aktuelle Film des deutschen Regisseurs Uwe Boll, Citizen Vigilante, darf in Deutschland nicht veröffentlicht werden. Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) verweigerte eine Altersfreigabe – was einem de facto Verbot der Verbreitung gleichkommt. Boll wirft der Behörde vor, die Entscheidung treffe sie wegen der Darstellung von Migranten als Täter gewalttätiger Straftaten in dem Film.
Im Mittelpunkt der Handlung steht ein Selbstjustiz übenender Protagonist, gespielt von Armie Hammer. Inspiriert von realen Kriminalfällen in Deutschland thematisiert der Film auch die allgemeine Sicherheitsdebatte in Europa. Boll argumentiert, sein Werk spiegle lediglich offizielle Kriminalstatistiken wider, in denen Ausländer bei schweren Gewaltdelikten wie Mord, Vergewaltigung und Messerangriffen überproportional vertreten seien.
Der Regisseur unterstellt der FSK, den Jugendschutz nur als Vorwand für Zensur zu nutzen. Seiner Meinung nach unterdrücken deutsche Institutionen gezielt Standpunkte, die der vorherrschenden Erzählweise zur Migration widersprechen. Zudem verweist Boll darauf, dass die Gewaltdarstellungen in Citizen Vigilante nicht extremer seien als in erfolgreichen Actionreihen wie John Wick oder The Equalizer – beide wurden in Deutschland ohne Altersbeschränkung freigegeben.
Ohne FSK-Freigabe darf der Film weder in deutschen Kinos gezeigt noch vertrieben werden. Die Entscheidung der Prüfstelle bedeutet, dass Citizen Vigilante sein Heimatpublikum nicht erreichen wird. Boll besteht darauf, dass das Verbot politisch motiviert sei und nicht auf Bedenken wegen Gewalt oder Inhalten beruhe.






