Wasserstoff-Pipeline verbindet Wefensleben mit Salzgitter für klimaneutralen Stahl
Thea LübsWasserstoff-Pipeline verbindet Wefensleben mit Salzgitter für klimaneutralen Stahl
Neue Wasserstoff-Pipeline soll Wefensleben mit dem Stahlwerk Salzgitter verbinden
Eine neue Wasserstoffleitung wird künftig Wefensleben in Sachsen-Anhalt mit dem Stahlwerk Salzgitter verbinden. Die 68 Kilometer lange Trasse führt durch Helmstedt, Wolfenbüttel und Salzgitter, bevor sie ihr Ziel erreicht. Das Projekt soll die Produktion von „grünem Stahl“ vorantreiben, indem herkömmliche Verfahren durch wasserstoffbasierte Prozesse ersetzt werden.
Verantwortlich für das Vorhaben ist die Ontras Gastransport GmbH im Rahmen des Transformationsprogramms SALCOS. Die Pipeline mit einem Durchmesser von 80 Zentimetern wird das Stahlwerk der Salzgitter AG mit Wasserstoff versorgen. Das formelle Genehmigungsverfahren hat nun begonnen; mit dem Baubeginn wird 2027 gerechnet.
Bevor die Arbeiten starten, führt Ontras zwischen Ende Juni und Anfang August Geländebegehungen durch. Auftragnehmer werden zu Fuß abgeerntete Flächen begutachten, um mögliche Lebensräume des Europäischen Hamsters – einer geschützten Art – zu kartieren. Gleichzeitig wird die genaue Trassenführung durch die betroffenen Landkreise finalisiert.
Nach Fertigstellung soll die Pipeline im Dezember 2029 in Betrieb gehen. Dann beginnen die kommerziellen Wasserstofflieferungen an Kunden – ein wichtiger Schritt hin zur klimaneutralen Stahlproduktion.
Die Leitung ermöglicht es der Salzgitter AG, ihre Emissionen zu senken, indem sie in der Stahlherstellung Wasserstoff statt Kohle einsetzt. Mit dem geplanten Baustart 2027 befindet sich das Projekt nun in der Planungs- und Umweltprüfungsphase. Die ersten Wasserstofflieferungen zum Werk werden bis Ende 2029 erwartet.






