Werder Bremen zittert: Klassenerhalt in der Bundesliga hängt am seidenen Faden
Friederike RuppersbergerDer Absturz von Werder hat Konsequenzen - Werder Bremen zittert: Klassenerhalt in der Bundesliga hängt am seidenen Faden
Werder Bremen kämpft mit nur noch acht Spieltagen in der Bundesliga um den Klassenerhalt. Der Verein liegt einen Punkt vor dem FC St. Pauli, der aktuell den Relegationsplatz belegt. Die jüngsten Leistungen haben den Druck auf Trainerteam und Führungsebene weiter erhöht.
Die Probleme des Teams begannen bereits zu Jahresbeginn, als Cheftrainer Horst Steffen inmitten einer vertieften Krise entlassen wurde. Sein Nachfolger Daniel Thioune sorgte mit zwei Siegen in Folge gegen Heidenheim und Union Berlin kurzzeitig für Auftrieb. Doch die 0:2-Niederlage gegen Mainz warf die Bremer im Abstiegskampf zurück.
Für die schwache Mannschaftsleistung wird vor allem Johannes Jahns, Leiter der Kaderplanung, verantwortlich gemacht – er wird den Verein am Saisonende verlassen. Auch Sportdirektor Clemens Fritz und Fußball-Chef Peter Niemeyer stehen in der Kritik, doch ihre Zukunft hängt davon ab, ob Bremen die Klasse hält. Der Aufsichtsrat hat eine umfassende Analyse nach dem letzten Pfiff angekündigt.
Da der Verbleib in der Bundesliga noch ungewiss ist, werden im Sommer personelle Veränderungen erwartet. Die Priorität liegt nun darauf, genug Punkte zu sammeln, um in der ersten Liga zu bleiben.
Werders Saison hängt von den verbleibenden Spielen ab. Gelingt es, den FC St. Pauli abzuwehren, könnten Fritz und Niemeyer im Amt bleiben. Scheitert der Klassenerhalt, sind weitere Umbrüche wahrscheinlich – dann muss der Verein nach einer enttäuschenden Spielzeit neu aufbauen.






