Wie eine Gründerin in Mönchengladbach das Wohnen für Senioren revolutioniert
Falk HornigWie eine Gründerin in Mönchengladbach das Wohnen für Senioren revolutioniert
Hannah Kramer hat in Mönchengladbach ein Unternehmen gegründet, das das Wohnen für ältere Menschen neu definiert. Ihr Projekt Senioren-WG mit Herz schafft gemeinschaftliche Wohnformen mit sozialer Betreuung. Für Kramer ist dies ein Weg, die Lebensqualität durch Gemeinschaft und Netzwerke zu verbessern.
Mit ihrem Unternehmen will sie Lücken in der Seniorenbetreuung schließen. Ihr Konzept verbindet innovative Wohnlösungen mit maßgeschneiderten Sozialdienstleistungen. Besonders berührend war für sie der Moment, als die ersten Bewohner einzogen und sich sofort wie zu Hause fühlten.
Ihren Rat an Gründer formuliert Kramer klar: Durchhaltevermögen, frühzeitige Finanzplanung und der Aufbau starker Netzwerke seien entscheidend. Wer auf die eigenen Stärken setze, könne Herausforderungen besser meistern, ist sie überzeugt.
2025 verzeichnete Mönchengladbach 2.464 Unternehmensgründungen, während 1.973 Betriebe schließen mussten. Die Gesamtzahl der Unternehmen in der Stadt stieg um 491. In ganz Nordrhein-Westfalen wurden 144.191 Firmen angemeldet – ein Plus von 7,1 Prozent gegenüber 2024. Allein im Bezirk der IHK Mittlerer Niederrhein nahm die Zahl der Start-ups um zehn Prozent zu und erreichte 11.024.
Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein, fordert mehr politische Unterstützung. Nur mit gezielter Förderung lasse sich die Gründerdynamik in der Region weiter stärken, argumentiert er.
Kramers Unternehmen steht für einen größeren Trend: Immer mehr Start-ups prägen die Region. Ihr Modell bietet älteren Menschen eine neue Form des selbstbestimmten Wohnens mit Betreuung. Die wachsende Zahl an Unternehmen in Mönchengladbach spiegelt dabei eine lebendige lokale Wirtschaft wider.






