08 June 2026, 02:23

Wohngeld-Kürzungen: Warum eine Milliarde Einsparungen Millionen Haushalte bedroht

Paritätsverband: Wohngeld-Kürzung treibt Menschen in Armut

Wohngeld-Kürzungen: Warum eine Milliarde Einsparungen Millionen Haushalte bedroht

Die Sparpläne der Bundesregierung stehen in scharfer Kritik – vor allem von Wohnungsexperte Rock. Er warnt, dass die geplanten Kürzungen der Wohngeldleistungen in Höhe von einer Milliarde Euro über eine Million einkommensschwache Haushalte hart treffen würden. Obwohl die Einsparungen im Bundeshaushalt kaum ins Gewicht fallen, könnten sie viele Menschen noch tiefer in finanzielle Not stürzen.

Rock betont, dass die steigenden Kosten für Wohngeld auf explodierende Mieten und lasche Regulierung zurückzuführen seien. Die Politik habe es versäumt, Mieter vor unbezahlbaren Wohnungsmärkten zu schützen, so der Vorwurf. Schon jetzt geben einkommensschwache Haushalte fast die Hälfte ihres verfügbaren Einkommens allein für Miete aus.

Die geplanten Kürzungen würden noch mehr Menschen in die Grundsicherung drängen – und damit mögliche Haushaltseinsparungen wieder zunichtemachen. Rock weist darauf hin, dass große Wohnungsunternehmen bis zu 200 Euro pro Wohnung an Aktionäre ausschütten – teilweise finanziert durch Steuergelder. Statt Leistungen zu streichen, fordert er, dass sinkende Mieten die gerechtere und wirksamere Lösung wären.

Besonders betroffen von den Kürzungen wären Bereiche mit hohem Armutsrisiko, darunter die Wohnungsförderung. Rocks Kritik an der Regierung fällt deutlich aus: Ihr Vorgehen sei „höchst besorgniserregend“, da es die Ungleichheit verschärfen könnte, ohne die Ursachen hoher Lebenshaltungskosten anzugehen.

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Eine Milliarde Euro weniger für Wohngeld würde über eine Million Haushalte in noch größere finanzielle Bedrängnis bringen. Ohne strengere Mietpreisbremse drohen die Einsparungen durch höhere Sozialausgaben wieder aufgezehrt zu werden. Die Pläne werden zudem dafür kritisiert, das eigentliche Problem – den bezahlbaren Wohnraum – nicht zu lösen.

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