Zoll-Razzia in Münster deckt massive illegale Beschäftigung auf Baustellen auf
Friederike RuppersbergerZoll-Razzia in Münster deckt massive illegale Beschäftigung auf Baustellen auf
Zollbeamte in Münster deckten bei einer überraschenden Kontrolle Ende März weitverbreitete illegale Beschäftigung auf. Die Razzia richtete sich gegen fünf Baustellen für Glasfaserleitungen und brachte schwere Verstöße gegen Arbeitsgesetze sowie Schwarzarbeit ans Licht.
Am 26. März 2026 überprüfte das Hauptzollamt Münster fünf Standorte, an denen Glasfaserkabel verlegt wurden. Von den 38 kontrollierten Arbeitnehmern waren 20 nicht sozialversicherungspflichtig gemeldet und arbeiteten ohne Anmeldung. Bei sechs weiteren stellten die Beamten fest, dass sie illegal in Deutschland lebten und keine Arbeitserlaubnis besaßen.
Ein Arbeiter versuchte bei der Ankunft der Beamten zu fliehen, wurde jedoch schnell gestellt. Ein anderer wurde in Gewahrsam genommen, nachdem ein bestehender Haftbefehl gegen ihn vorlag. Die Kontrolle bestätigte zahlreiche Fälle von nicht angemeldeter Beschäftigung und illegalen Anstellungspraktiken.
Die Aktion förderte gravierende Verstöße zutage: Mehr als die Hälfte der Belegschaft war entweder nicht gemeldet oder durfte gar nicht arbeiten. Eine Person wurde aufgrund eines bestehenden Haftbefehls festgenommen, eine weitere nach einem Fluchtversuch vorläufig festgesetzt. Gegen die beteiligten Arbeitgeber wurden bisher keine weiteren Maßnahmen bekannt gegeben.






