Berlin-Halbmarathon: Petros jagt Rekord, Krause will Fehler korrigieren
Friederike RuppersbergerBerlin-Halbmarathon: Petros jagt Rekord, Krause will Fehler korrigieren
Der Berlin-Halbmarathon kehrt an diesem Wochenende zurück – mit zwei von Deutschlands Top-Läufern, die schnelle Zeiten anpeilen. Amanal Petros wird seinen eigenen nationalen Rekord jagen, während Gesa Krause ihre Leistung vom Vorjahr übertreffen will. Die flache, schnelle Strecke ist dafür bekannt, Athleten zu Bestleistungen zu verhelfen.
Petros schrieb im vergangenen Jahr Geschichte, als er als erster Deutscher einen Halbmarathon in unter 60 Minuten lief. Seine Zeit von 59:31 Minuten stellte einen neuen Landesrekord auf. In diesem Jahr strebt er auf der berühmt schnellen Berliner Strecke eine Zeit noch näher an der 59-Minuten-Marke an.
Für die Vorbereitung verbrachte Petros mehrere Monate im Trainingslager in Kenia – ein beliebter Ort für Spitzen-Langstreckenläufer. Vor dem Rennen am Sonntag fühlt er sich stark und selbstbewusst. Kühle Bedingungen von 8 bis 9 Grad Celsius wären für ihn ideal.
Gesa Krause hingegen hatte im letzten Jahr mit ihrem Tempo zu kämpfen: Ein zu schneller Start kostete sie in den letzten Kilometern die Kraft, sodass sie ihre Zielzeit verfehlte. Das diesjährige Rennen bildet den Abschluss ihrer Frühlingsaison; ihr nächstes ist für Mitte Juni geplant. Krause hat ihre Taktik angepasst und hofft auf einen kontrollierteren, wettbewerbsfähigeren Lauf.
Noch nie zuvor hatte ein deutscher Läufer oder eine deutsche Läuferin die 60-Minuten-Grenze über 21,1 Kilometer geknackt – bis zu Petros' Rekord. Der Weltrekord der Männer liegt bei 57:32 Minuten (aufgestellt 2024 vom Ugander Jacob Kiplimo), doch deutsche Athleten sind davon noch weit entfernt.
Petros wird auf der schnellen Strecke versuchen, seinen nationalen Rekord zu unterbieten. Krause sucht nach Wiedergutmachung für ihren taktischen Fehler vom Vorjahr. Beide werden auf einer der schnellsten Halbmarathon-Strecken Europas ihre Vorbereitung auf die Probe stellen.






