22 March 2026, 02:25

BP verkauft Raffinerie in Gelsenkirchen und profitiert von Rekord-Ölpreisen über 110 Dollar

Balkendiagramm, das Wertminderungen von Ölunternehmen zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

BP verkauft Raffinerie in Gelsenkirchen und profitiert von Rekord-Ölpreisen über 110 Dollar

BP beschleunigt Umstrukturierung – Ölpreis steigt auf knapp 112 Dollar pro Barrel

Der britische Energiekonzern BP treibt seine Neuausrichtung voran, während die Ölpreise auf fast 112 Dollar pro Barrel klettern. Bis 2027 plant das Unternehmen, Vermögenswerte im Wert von 20 Milliarden Dollar zu veräußern – mehr als die Hälfte dieses Ziels ist bereits erreicht. Zu den jüngsten Schritten gehören der Verkauf einer großen deutschen Raffinerie sowie Kostensenkungen, um die zukünftige Liquidität zu sichern.

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BP hat sich mit der Klesch Group auf den Verkauf seiner Raffinerie in Gelsenkirchen geeinigt. Die Anlage verarbeitet jährlich 12 Millionen Tonnen Rohöl und beschäftigt rund 1.800 Mitarbeiter, die alle zum neuen Eigentümer wechseln werden. Durch den Deal könnten bis zu 1,7 Milliarden Dollar an Verbindlichkeiten aus BPs Bilanz verschwinden. Die Bank HSBC hat daraufhin ihre Bewertung für das Unternehmen von "Reduce" auf "Hold" angehoben.

Die Ölpreise sind aufgrund von Blockaden in der Straße von Hormus stark angestiegen, wodurch fast 20 Prozent der globalen Öl- und Flüssiggas( LNG)-Lieferungen zum Stillstand kamen. Die Nordsee-Ölsorte Brent notiert derzeit bei etwa 112 Dollar pro Barrel, was die Lieferketten zusätzlich unter Druck setzt. Als Reaktion darauf erteilte die US-Regierung eine 60-tägige Ausnahmegenehmigung vom Jones Act, die es ausländischen Schiffen erlaubt, Waren zwischen amerikanischen Häfen zu transportieren.

Zudem hat BP sein Sparziel auf 6,5 bis 7,5 Milliarden Dollar bis 2027 erhöht. Gleichzeitig führte ein Tarifstreit in der Whiting-Raffinerie im US-Bundesstaat Indiana zu einer Aussperrung von 800 Gewerkschaftsmitarbeitern. Die Unternehmensführung betont jedoch, dass die Produktion trotz des anhaltenden Konflikts keine größeren Beeinträchtigungen erfahre.

Mit den Vermögensverkäufen und Kostensenkungen will BP seine finanzielle Position in einem volatilen Ölmarkt stärken. Die Raffinerie-Veräußerung und die verbesserte Kreditwürdigkeit deuten auf wachsendes Investorenvertrauen hin. Angesichts der weiterhin hohen Ölpreise passt der Konzern seine Geschäfte weiter an, um langfristige Stabilität zu sichern.

Quelle