22 March 2026, 02:24

FDP fordert Rückkehr zum dreigliedrigen Schulsystem vor MV-Landtagswahl

Alte Karte von St. Louis, Missouri, die den Standort der Fairbault High School hervorhebt, mit gedrucktem Text und Zahlen, die das Schulgelände detailgenau beschreiben.

FDP will Haupt- und Realschule wieder einführen - FDP fordert Rückkehr zum dreigliedrigen Schulsystem vor MV-Landtagswahl

Mecklenburg-Vorpommerns FDP präsentiert Bildungsreformen vor der Landtagswahl am 26. September

Die FDP in Mecklenburg-Vorpommern hat vor der anstehenden Landtagswahl am 26. September ihr bildungspolitisches Programm vorgestellt. Die Partei fordert tiefgreifende Reformen, darunter die Rückkehr zum dreigliedrigen Schulsystem. Doch die Aussichten auf einen Wiedereinzug in den Landtag bleiben gering – Umfragen sehen die Liberalen weiterhin unter der für Mandate notwendigen Fünf-Prozent-Hürde.

Der Landesverband der FDP will die seit 2002 bestehende Regionale Schule abschaffen, die Haupt- und Realschulzweige zusammenführt. Stattdessen schlägt die Partei vor, Hauptschule und Realschule neben dem Gymnasium wieder einzuführen, um eine klarere dreigliedrige Struktur zu schaffen. Förderschulen sollen bestehen bleiben, der konfessionelle Religionsunterricht jedoch durch ein neutrales Fach ersetzt werden, das alle Glaubensrichtungen abdeckt.

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Bundesvorsitzender Christian Dürr unterstützte die Pläne und forderte eine "radikale Alternative" zu den aktuellen Bildungspolitik. Er regte verbindliche Deutschtests zwei Jahre vor der Einschulung an, um sicherzustellen, dass Kinder über ausreichende Sprachkenntnisse verfügen. Dürr verband die Bildungsreform zudem mit wirtschaftlichen Erfordernissen und plädierte für erleichterte Zuwanderungsregeln für Fachkräfte.

Auf Landesebene betonte Spitzenkandidat Jakob Schirmer, dass Freiheit das zentrale Thema des Wahlkampfs sein müsse. Parallel dazu soll auf dem Bundesparteitag im Mai ein separater Antrag eingebracht werden, der eine Neuwahl des Bundesvorstands anstrebt.

Das bildungspolitische Programm der FDP stellt einen deutlichen Bruch mit der bisherigen Politik in Mecklenburg-Vorpommern dar. Würden die Reformen umgesetzt, hätten sie weitreichende Folgen für das weiterführende Schulsystem und die Zuwanderungspraxis. Ob die Partei jedoch politischen Einfluss zurückgewinnen kann, hängt davon ab, ob sie ihr aktuelles Umfragedefizit überwinden kann.

Quelle