23 March 2026, 08:25

Bundeswehr lockt mit Führerschein-Förderung und mehr Gehalt für Freiwillige

Ein Buch, das bunte deutsche Militäruniformen der Armee zeigt, mit detaillierten Elementen wie Helmen, Gewehren und anderen Waffen.

Bundeswehr lockt mit Führerschein-Förderung und mehr Gehalt für Freiwillige

Die deutsche Bundeswehr hat ein neues Freiwilligenmodell mit finanziellen Anreizen für Soldaten eingeführt. Seit dem 1. Januar 2026 können sich Freiwillige einen Teil der Kosten für den Führerschein erstatten lassen – abhängig von der Dauer ihres Dienstes. Zu den Neuerungen gehören zudem erweiterte Ausbildungsmöglichkeiten und eine höhere Bezahlung bei längeren Verpflichtungszeiten.

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Das überarbeitete System bietet zwei Dienstwege an: den freiwilligen Wehrdienst für sechs bis elf Monate oder eine zeitlich befristete Verpflichtung ab zwölf Monaten. Soldaten im kürzeren Programm erhalten etwa 2.600 Euro brutto monatlich, während diejenigen mit längerer Dienstzeit rund 2.700 Euro verdienen und Zugang zu zusätzlichen Ausbildungen erhalten.

Ein zentraler Vorteil ist die finanzielle Unterstützung beim Führerschein. Wer sich für mindestens zwölf Monate verpflichtet, kann bis zu 3.500 Euro für den Pkw-Führerschein (Klasse B) oder 5.000 Euro für den Lkw-Führerschein erhalten. Die Bundeswehr betreibt 20 eigene Ausbildungszentren, in denen jährlich etwa 13.000 Soldaten Fahrkurse absolvieren. Die im Dienst erworbenen Führerscheine können später in zivile umgewandelt werden, wobei die genauen Auflagen von den örtlichen Behörden festgelegt werden.

Neben den Standard-Fahrerlaubnissen können Soldaten Zertifikate für Gabelstapler, Schwerlastfahrzeuge und militärische Spezialfahrzeuge erwerben. Das neue Modell sieht zudem vor, dass Männer, die 2008 oder später geboren wurden, sich für einen möglichen Wehrdienst registrieren müssen – die Meldung bleibt jedoch freiwillig.

Ziel des Programms ist es, mit finanzieller Förderung und Karrierechancen neue Rekruten zu gewinnen. Soldaten, die sich länger verpflichten, profitieren von höherem Gehalt und spezialisierten Ausbildungen. Stand März 2026 liegen noch keine öffentlichen Daten vor, wie viele Soldaten seit der Einführung die Führerschein-Förderung in Anspruch genommen haben.

Quelle