Oktoberfest-Sperre und ein Boxkampf um die älteste Wurst Deutschlands
Falk HornigOktoberfest-Sperre und ein Boxkampf um die älteste Wurst Deutschlands
Oktoberfest-Gelände nach Überfüllung vorübergehend gesperrt – währenddessen klärt ein Boxkampf die Wurst-Streitfrage
Am Wochenende musste das Gelände des Oktoberfests wegen übermäßigen Andrangs zeitweise geschlossen werden. Trotz der großen Menschenmassen bestätigten die Behörden, dass keine akute Gefahr bestand. Unterdessen nahm eine hitzige Debatte um den ältesten Wurststand Deutschlands eine unerwartete Wendung – mit einem Boxkampf zwischen zwei rivalisierenden Regionen.
Auslöser für die Sperrung war, dass sich zu viele Besucher auf einem Abschnitt des Festgeländes drängten. Einige Gäste äußerten Bedenken hinsichtlich der Sicherheit, doch die Veranstalter versicherten, die Lage sei stets unter Kontrolle gewesen.
Anderswo entfachte sich am Deutschen Wurstmuseum ein langjähriger Streit zwischen Thüringen und Franken neu: Beide Regionen beanspruchen den ältesten Bratwurststand für sich. Die Auseinandersetzung eskalierte in einem ungewöhnlichen Showdown – einem Boxkampf. Am Ende ging Thüringen als Sieger hervor und entschied den Disput vorerst für sich.
Doch die Diskussion um Deutschlands älteste Wurstradition ist damit nicht vom Tisch. Offiziell anerkennt Berlin Herta Heuwers Currywurst-Stand in Charlottenburg aus dem Jahr 1949 als ältesten – hier kreierte sie ihre berühmte Soße. Doch ein 2024 erschienenes Buch behauptet, Peter Hildebrand habe bereits 1936 in Duisburg-Marxloh ein ähnliches Gericht serviert, das sich aufgrund von Kriegsbeschränkungen jedoch nicht durchsetzen konnte.
Mittlerweile hat das Oktoberfest seine Tore nach Entzerung der Menschenmassen wieder geöffnet. Der Bratwurst-Boxkampf endete mit Thüringens Sieg, doch die historische Frage nach dem ältesten Wurststand bleibt ungeklärt. Besucher können das Fest nun wieder ohne weitere Einschränkungen genießen – weitere Sperrungen sind nicht zu erwarten.






