21 March 2026, 04:29

Dierfelds perfekte Wahlbeteiligung und der Traum vom Solarpark

Ein kleines Dorf mit bunten Häusern verschiedener Größen, das in einem üppigen grünen Tal umgeben von Bäumen und Gras liegt.

Dierfeld verzeichnet 100-prozentige Wahlbeteiligung - Dierfelds perfekte Wahlbeteiligung und der Traum vom Solarpark

Dierfeld, die kleinste Gemeinde in Rheinland-Pfalz, sorgt für Schlagzeilen – nach einer perfekten Wahlbeteiligung bei der jüngsten Landtagswahl. Alle acht wahlberechtigten Einwohner gaben ihre Stimme ab, eine Seltenheit in jeder Gemeinde. Eingebettet zwischen Wäldern und Feldern hat das winzige Dorf mit nur 15 Einwohnern über Jahrhunderte seine Unabhängigkeit bewahrt.

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Das Gut im Zentrum von Dierfeld geht auf das 16. Jahrhundert zurück, als es als Jagdschloss errichtet wurde. Anfang des 20. Jahrhunderts übernahm die Familie von Greve das Anwesen und prägte damit die Zukunft des Ortes. Heute leben dort entweder Familienmitglieder oder Angestellte, die auf dem Gut arbeiten.

Um die Wahlgeheimhaltung zu gewährleisten, bildete Dierfeld mit dem benachbarten Manderscheid einen gemeinsamen Wahlbezirk. Bürgermeister Roderich von Greve-Dierfeld, ein Parteiloser, sammelte die Briefwahlstimmen persönlich ein. Trotz seiner geringen Größe verfügt das Dorf über eine eigene Kapelle und einen Friedhof – ein Zeichen seiner Eigenständigkeit.

Neben seiner einzigartigen politischen Teilhabe setzt Dierfeld nun auf erneuerbare Energien: Auf einer 15 Hektar großen Fläche entsteht ein Solarpark, der nicht nur Ökostrom liefern, sondern auch lokale gemeinnützige Projekte finanzieren soll.

Mit nur 15 Einwohnern und acht Wählern hebt sich Dierfeld unter den rund 2.300 Gemeinden Rheinland-Pfalz' hervor. Etwa 140 davon zählen weniger als 100 Einwohner, doch kaum eine vereint historischen Charme und modernen Ehrgeiz so wie Dierfeld. Der Solarpark und die vollständige Wahlbeteiligung unterstreichen den Willen des Dorfes, aktiv und zukunftsorientiert zu bleiben.

Quelle