Dreitägiger Nahverkehrsstreik in Sachsen-Anhalt lähmt Busse und Bahnen komplett
Falk HornigDreitägiger Nahverkehrsstreik in Sachsen-Anhalt lähmt Busse und Bahnen komplett
Dreitägiger Nahverkehrsstreik in Sachsen-Anhalt legt Busse und Bahnen lahm
Ein dreitägiger Streik im öffentlichen Nahverkehr hat in Sachsen-Anhalt den Betrieb von Bussen und Straßenbahnen in den Großstädten zum Erliegen gebracht. Andreas Silbersack, Landesvorsitzender der FDP, hat die Gewerkschaft ver.di scharf für die "bewusste Lahmlegung des Alltagslebens" kritisiert. Der nun bereits seit drei Tagen andauernde Ausstand betrifft Halle (Saale), Magdeburg, Dessau-Roßlau und den Burgenlandkreis – Pendler, Studierende und Unternehmen sind gleichermaßen betroffen.
Der Streik begann am 19. März und soll bis zum frühen Montagmorgen, dem 22. März, andauern. Die Verkehrsbetriebe HAVAG in Halle, MVB in Magdeburg, DVG in Dessau und PVG im Burgenlandkreis haben ihren Betrieb weitgehend eingestellt. Silbersack warf ver.di vor, den Konflikt über jedes vertretbare Maß hinaus zuzuspitzen und das gesamte Bundesland als "Geisel" zu nehmen.
Er bezeichnete die Aktion als eine "gezielte Blockade", die nicht nur den Verkehr, sondern die gesamte Wirtschaft schädige. Der FDP-Politiker warnte vor langfristigen Folgen wie Investitionsrückgängen und Stellenabbau, sollten solche Arbeitsniederlegungen anhalten. Zwar räumte er das grundsätzliche Streikrecht ein, betonte jedoch, dass ein vollständiger Stillstand des öffentlichen Lebens das Vertrauen in die kritische Infrastruktur untergrabe.
Silbersack forderte ver.di auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, statt die Behinderungen auf den Straßen weiter zu verlängern. Die Gewerkschaft nehme bewusst in Kauf, dass Pendler, Unternehmen und Studierende die Folgen tragen – eine Taktik, die er als unverhältnismäßig brandmarkte.
Bis zum frühen Montagmorgen bleibt der Streik bestehen, eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht. Die Nahverkehrsnetze in den wichtigsten Städten Sachsen-Anhalts liegen weiterhin brach und beeinträchtigen Zehntausende. Die Warnungen der FDP unterstreichen die Sorge um wirtschaftliche Stabilität und öffentliches Vertrauen, falls die Arbeitskämpfe anhalten.






