09 May 2026, 22:27

Düngemittelpreise steigen 2025: Warum Hobbygärtner jetzt umdenken müssen

Altes Buchcover aus dem Jahr 1941 mit dem Titel "Düngemittel Samen Landwirtschaftliche Geräte" mit einer Illustration einer grünen Pflanze mit Blättern und Stielen.

Düngemittelpreise steigen 2025: Warum Hobbygärtner jetzt umdenken müssen

Hobbygärtner müssen sich bald auf höhere Preise für mineralische Düngemittel einstellen, da der globale Druck zunimmt. Die Kosten für synthetische Produkte werden voraussichtlich im nächsten Jahr steigen – bedingt durch anhaltende Konflikte und Lieferkettenprobleme. Gleichzeitig gewinnen biologische Alternativen an Bedeutung, da Gärtner nach günstigeren und nachhaltigeren Lösungen suchen.

Der Krieg im Iran hat die Düngemittelproduktion beeinträchtigt und treibt so die zukünftigen Preise in die Höhe. Ein Liter flüssiger Mineraldünger, der derzeit etwa 12 Euro kostet, könnte in der nächsten Saison auf 13 oder 14 Euro steigen. Die Hersteller haben die Rohstoffe für dieses Jahr bereits gesichert, daher bleiben die Regale vorerst zu den bisherigen Preisen gefüllt.

Auch die stark gestiegenen Dieselpreise führen zu Lieferverzögerungen und zusätzlichen Kosten. Speditionen kämpfen mit der effizienten Beförderung von Waren, was die Lieferketten weiter belastet. Zwar sind die meisten synthetischen Düngemittel noch verfügbar, doch gestaltet sich der rechtzeitige Transport in die Geschäfte zunehmend schwieriger.

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Der Trend zu biologischen Produkten hat seit der COVID-19-Pandemie und der Energiekrise in der Ukraine weiter an Fahrt aufgenommen. Stephan Engster, Geschäftsführer des Düngemittel- und Substratherstellers Compo, betont, dass biologische Alternativen mittlerweile zwei Drittel des Sortiments des Unternehmens ausmachen. Der Biomarkt wächst zwei- bis dreimal schneller als der konventionelle Sektor, da immer mehr Gärtner von synthetischen Düngern Abstand nehmen.

Da mineralische Düngemittel teurer werden, könnte die Nachfrage nach biologischen Produkten noch weiter steigen. Viele Hobbygärtner dürften auf natürliche Alternativen umsteigen, um den steigenden Kosten zu entgehen. Dieser Wandel spiegelt einen größeren gesellschaftlichen Trend wider – getrieben von wirtschaftlichen Zwängen und einem wachsenden Nachhaltigkeitsbewusstsein.

Quelle