09 May 2026, 18:31

Energiekrise zwingt Zoos zu drastischen Maßnahmen – von Solaranlagen bis Tierabgaben

Ein Miniaturzoomodell mit zahlreichen Besuchern, umgeben von Bäumen, Häusern, Pflanzen, Gras, einem Zaun und anderen Elementen, vor einer Hintergrundwand mit Text unten.

Energiekrise zwingt Zoos zu drastischen Maßnahmen – von Solaranlagen bis Tierabgaben

Steigende Energiekosten setzen Zoos und Wildparks schwer zu. Einige Einrichtungen haben bereits Tiere abgegeben, um die Ausgaben zu senken, andere setzen auf erneuerbare Energien, um die finanzielle Belastung zu mildern.

Der Wandel kommt zu einer Zeit, in der Strom- und Heizkosten explodieren und Betreiber dazu zwingen, ihre Energieversorgung neu zu überdenken.

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Der Zoo Braunschweig schließt aus, seine Tierbestände zu verringern oder Tiere abzugeben – trotz der steigenden Kosten. Stattdessen investiert er in grüne Energie. Bereits jetzt betreibt der Zoo eine 80-kW-Solaranlage, die Strom ins Netz einspeist und gleichzeitig den eigenen Verbrauch reduziert. Geplant ist nun der Ausbau um weitere 12 kW Photovoltaik-Leistung sowie die Installation einer 10-kW-Batterie, um überschüssige Energie zu speichern.

Die Einrichtung hat zudem ihre Heizoptionen erweitert. Ein Blockheizkraftwerk arbeitet nun parallel zu einer Holzvergasungsanlage und einem Pelletkessel. Diese Maßnahmen helfen, die Kosten zu stabilisieren, ohne die Tierhaltung zu beeinträchtigen.

Anderswo setzt das Artenschutzzentrum Grasleben auf Solarmodule, um die Ausgaben zu kompensieren. Die Anlage versorgt vor allem Gehege mit wärmeliebenden Arten. Der Wildpark Essehof hingegen nutzt eine Biomasse-Heizanlage und hält seine Energiekosten so auf nur 6 bis 8 Prozent des Gesamtbudgets. In der Nähe gibt der Wildpark Stöckheim sogar nur etwa 2,5 Prozent für Energie aus – wie genau, bleibt jedoch unklar.

Nicht alle Einrichtungen kommen so gut mit der Situation zurecht. Einige haben bereits Tiere abgegeben, um die Fixkosten zu senken, was die ungleiche Belastung durch die Preisentwicklung im Sektor verdeutlicht.

Der Kostendruck durch höhere Energierechnungen treibt Zoos und Wildparks in Richtung nachhaltiger Lösungen. Investitionen in Solar-, Biomasse- und Speichersysteme ermöglichen es manchen Einrichtungen, den Betrieb aufrechtzuerhalten, ohne bei der Tierpflege sparen zu müssen. Für andere bleibt die Lage jedoch angespannt, während sie nach Wegen suchen, ihre Haushalte in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten auszugleichen.

Quelle