Halle (Saale) erhöht Friedhofgebühren – was sich für Trauernde ändert
Stadtrat von Halle (Saale) beschließt Gebührenerhöhungen für kommunale Friedhöfe
Der Stadtrat von Halle (Saale) hat am Mittwoch höhere Gebühren für die städtischen Friedhöfe beschlossen. Die Entscheidung fällt vor dem Hintergrund steigender Kosten und Inflation, die den Haushalt der Stadt belasten. Die Stadträte bezeichneten den Schritt als notwendig, aber schwierig – 44 stimmten dafür, neun enthielten sich.
Die neue Preisstruktur wirkt sich je nach Bestattungsart unterschiedlich aus. Bei einfachen Urnengräbern fallen die Erhöhungen nur gering aus. Dagegen werden arbeitsintensive Dienstleistungen wie traditionelle Wahlgräber deutlich teurer. Als Gründe nannte die Stadt langfristige Unterhaltungskosten sowie höhere Löhne für das Friedhofspersonal.
Auch die Nutzung von Trauerhallen wird teurer, da hier erhöhte Reinigungs- und Energiekosten anfallen. Auf Kritik von Bestattungsunternehmern reagierte der Rat mit dem Vorhaben, die Öffnungszeiten der Hallen künftig auf Samstage auszuweiten. Die Branche hatte sich für flexiblere Nutzungszeiten eingesetzt, um Familien besser entgegenzukommen.
Die durchschnittlichen Kosten für Erdbestattungen und Gemeinschaftsurnenanlagen steigen im zweistelligen Prozentbereich. Die Stadtverwaltung betonte, dass die Anpassungen nur widerwillig vorgenommen wurden, angesichts anhaltender finanzieller Belastungen. Die Gebühren für Grabnutzungsrechte und Bestattungsdienstleistungen wurden entsprechend angepasst – die genaue Höhe hängt von der gewählten Leistung ab.
Die Erhöhungen treten in den kommenden Monaten in Kraft und betreffen sowohl Angehörige als auch Bestattungsunternehmen. Die Zusage des Rates, die Samstagsöffnung zu prüfen, bietet zumindest teilweise Entlastung für diejenigen, die flexiblere Regelungen benötigen. Vorerst bleibt die Herausforderung, steigende Kosten mit dem Anspruch bezahlbarer Bestattungsmöglichkeiten in Einklang zu bringen.






