Handwerksbranche in Süd-Sachsen-Anhalt kämpft 2026 mit Umsatz- und Beschäftigtenrückgang
Thea LübsHandwerksbranche in Süd-Sachsen-Anhalt kämpft 2026 mit Umsatz- und Beschäftigtenrückgang
Handwerksbranche in Süd-Sachsen-Anhalt bleibt 2026 weiter unter Druck
Die Handwerksbranche im südlichen Sachsen-Anhalt steht auch zu Beginn des Jahres 2026 weiterhin vor großen Herausforderungen. Aktuelle Zahlen zeigen rückläufige Umsätze, weniger Betriebe und einen Beschäftigtenrückgang. Trotz einer leichten Verbesserung der Geschäftslage warnen Branchenvertreter vor zu optimistischen Erwartungen an eine Erholung in diesem Jahr.
Wie die Handwerkskammer Halle berichtete, sank die Zahl der Mitgliedsbetriebe auf nunmehr 12.775 – ein Verlust von 85 Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr. Besonders betroffen sind die traditionellen, zulassungspflichtigen Handwerke mit 264 weniger Betrieben, während die zulassungsfreien Handwerke ein Plus von 152 verzeichneten.
Die Umsätze im Sektor brachen im ersten Quartal 2026 deutlich ein. Die durchschnittlichen Einnahmen der regionalen Handwerksbetriebe lagen 16 Prozent unter denen des Vorjahreszeitraums. Am stärksten betroffen war die Bauwirtschaft mit einem Rückgang von 24 Prozent, während der Kfz-Bereich stabil blieb.
Auch die Beschäftigtenzahlen gingen zurück: Aktuell arbeiten 57.000 Menschen im Handwerk – 500 weniger als im Vorquartal. Die Auftragsreichweite lag im Schnitt bei 8,3 Wochen, die Kapazitätsauslastung bei 78 Prozent. Der Geschäftsklima-Index stieg zwar leicht von 22 auf 24 Punkte, bleibt aber zehn Punkte unter dem Stand von Anfang 2025.
Thomas Keindorf, Präsident der Handwerkskammer Halle, dämpfte Hoffnungen auf einen Frühjahresaufschwung. Seine Äußerungen folgten der Veröffentlichung der aktuellen Wirtschaftsdaten für die Region.
Keine Besserung in Sicht Die Handwerksbranche in Süd-Sachsen-Anhalt zeigt 2026 kaum Anzeichen einer Erholung. Umsätze, Beschäftigung und die Zahl der Betriebe sind rückläufig, obwohl der Geschäftsklima-Index leicht zugelegt hat. Branchenvertreter schließen eine kurzfristige Besserung aus und verweisen auf anhaltende wirtschaftliche Belastungen.






