Mario Basler attackiert Nagelsmann und DFB – und bricht alle Bande ab
Falk HornigMario Basler attackiert Nagelsmann und DFB – und bricht alle Bande ab
Der ehemalige Nationalspieler Mario Basler hat den Bundestrainer Julian Nagelsmann und den Deutschen Fußball-Bund (DFB) mit scharfer Kritik angegriffen. Im Fokus stehen die Spielerauswahl, die Werte der Mannschaft und sogar Spekulationen über Nagelsmanns Zukunft nach der nächsten Weltmeisterschaft.
Basler ging noch einen Schritt weiter und brach die finanziellen Verbindungen zum DFB ab – als Zeichen des Protests kündigte er zudem seine Mitgliedschaft für die UEFA-Pro-Lizenz.
Besonders kritisierte der Ex-Profi Nagelsmanns jüngste Kaderentscheidungen, insbesondere die Nominierungen von Antonio Rüdiger und Leroy Sané. Rüdigers disziplinäre Vergangenheit sollte ihn laut Basler disqualifizieren; die Rückkehr des Verteidigers wertete er als Verrat an den vom DFB verkündeten Grundsätzen.
Der ehemalige Mittelfeldspieler zeigte sich zudem pessimistisch hinsichtlich der WM-Chancen des aktuellen Teams. Er deutete an, Nagelsmann könnte nach dem Turnier zurücktreten – begründet mit Unzufriedenheit über die Bevorzugung von Bayern-München-Spielern sowie England-Legionären wie Kai Havertz und Pascal Groß.
Nagelsmanns Kader für die Länderspiele im März 2026 gegen die Schweiz und Ghana unterstreicht seinen Ansatz: Neben etablierten Namen berief er Neulinge wie Lennart Karl und Jonas Urbig, während Deniz Undav und Anton Stach zurückkehrten. Aktuelle Nachnominierungen – etwa Stiller und Führich für die verletzten Pavlovic und Nmecha – zeigen zudem, dass er auf Form und Fitness statt auf vergangene Kontroversen setzt.
Baslers Frust geht jedoch über Personalentscheidungen hinaus. Durch den Rückzug seiner finanziellen Unterstützung und den Austritt aus dem UEFA-Pro-Lizenz-Programm hat er alle offiziellen Bande zum DFB gekappt – ein deutliches Signal seiner tiefen Enttäuschung über die aktuelle Ausrichtung des Verbandes.
Seine offene Kritik spiegelt die Spannungen zwischen traditionellen Erwartungen und Nagelsmanns moderner Kaderpolitik wider. Der Trainer setzt weiterhin auf Leistung und Anpassungsfähigkeit – und weniger auf vergangene Vorfälle –, was seine Auswahl prägt.
Mit den anstehenden Länderspielen und der bevorstehenden WM wird die Debatte über Mannschaftswerte und Führung voraussichtlich weitergehen.






