24 March 2026, 10:32

Vorsicht beim Kräutersammeln: Warum Wiesen für Haustiere oft tabu sind

Offenes Buch mit zwei Kaninchen, die auf Gras gezeichnet sind und von Pflanzen umgeben sind, mit Text oben und unten.

Vorsicht beim Kräutersammeln: Warum Wiesen für Haustiere oft tabu sind

Frische Kräuter für Haustiere von Wiesen zu pflücken, mag harmlos erscheinen – doch in ganz Deutschland gelten strenge Regeln. In vielen Bundesländern ist das Betreten von landwirtschaftlichen Flächen entweder verboten oder stark eingeschränkt, besonders während der Wachstumsphase. Tierhalter riskieren Ernte-Schäden oder rechtliche Konsequenzen, wenn sie lokale Vorschriften missachten.

In Schleswig-Holstein ist der Zutritt zu Ackerland komplett untersagt. Andere Bundesländer wie Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen verbieten das Betreten von Wiesen von März bis Oktober. Dieser Zeitraum umfasst die wichtigsten Wachstumsmonate, in denen Pflanzen und Gras besonders empfindlich sind.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Auch außerhalb dieser Zeiten sind die meisten landwirtschaftlichen Wiesen fürs Pflücken tabu. Durch das Betreten können Pflanzen und Boden beschädigt werden, was für Landwirte finanzielle Verluste bedeutet. Viele Grundbesitzer erlauben jedoch eine vorsichtige und respektvolle Ernte – vorausgesetzt, man fragt vorher höflich nach.

Wer sich unsicher ist, sollte im Zweifel den Eigentümer um Erlaubnis bitten. Ausführliche Informationen zu den Zugangsrechten finden sich im Artikel "Gefragt: Was dürfen Wanderer und Sportler auf dem Feld?" – die genauen Strafen bei Verstößen variieren jedoch je nach Bundesland.

Frisches Grünfutter für Haustiere stammt oft von Wiesen, doch es gibt rechtliche und ökologische Risiken. Wer Landesgesetze ignoriert oder Ernteflächen zerstört, muss mit Streitigkeiten oder Bußgeldern rechnen. Ein Blick in die örtlichen Vorschriften und eine vorherige Rücksprache mit den Landwirten schützen sowohl Tiere als auch Bauern.

Quelle