21 March 2026, 22:26

McCormick will Knorr kaufen – droht Unilever der Abschied von einer Kultmarke?

Eine Tüte japanischer Lebensmittel, die als neues Produkt gekennzeichnet ist, liegt auf einem Tisch.

McCormick will Knorr kaufen – droht Unilever der Abschied von einer Kultmarke?

Der US-Gewürzriese McCormick & Company verhandelt aktuell über den Kauf von Knorr, einer der bekanntesten Lebensmittelmarken Deutschlands. Die potenziell milliardenschwere Transaktion würde einen tiefgreifenden Wandel für die traditionsreiche, bisher zu Unilever gehörende Marke bedeuten. Sollte der Deal zustande kommen, könnte er den globalen Markt für Würzmittel neu ordnen und die Präsenz von McCormick in Europa weiter ausbauen.

Knorr gehört seit dem Jahr 2000 zu Unilever, als der Konzern Bestfoods übernahm. In den vergangenen 25 Jahren dominierte die Marke den deutschen Markt für Suppen, Saucen und Würzmittel und hält in ihren Kernsegmenten einen Marktanteil von 30 bis 40 Prozent. Trotz konsequenter Innovationen und einer starken Position im Premiumbereich – wo Knorr Konkurrenten wie Nestlés Maggi regelmäßig überflügelte – gerät das Unternehmen zunehmend unter Druck durch den Aufstieg von Handelsmarken und Bio-Herstellern wie Alnatura.

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Unilever betreibt derzeit vier deutsche Produktionsstandorte, die auch Knorr-Produkte herstellen. Ein möglicher Verkauf passt in die umfassende Restrukturierungsstrategie von Konzernchef Fernando Fernandez, der das Portfolio des Unternehmens straffen will. McCormick, weltweit führend in Gewürzen und scharfen Saucen mit einem Jahresumsatz von knapp sieben Milliarden Dollar, könnte durch die Übernahme einen entscheidenden Fuß in die europäische Tür bekommen.

Mit dem Deal würde eine der renommiertesten deutschen Lebensmittelmarken in US-Besitz übergehen. McCormicks erweiterte Produktpalette und Vertriebsnetze könnten die Marktposition von Knorr weiter stärken. Für Unilever wäre der Verkauf ein weiterer Schritt in der laufenden Neuausrichtung des Konzerns.

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