EU-AI-Grid startet: Europas neues KI-Netzwerk sichert lokale Arbeitsplätze und Wirtschaftsmacht

Friederike Ruppersberger
Friederike Ruppersberger
2 Min.
Eine animierte Diagrammdarstellung eines globalen Informationsgitters mit miteinander verbundenen Satelliten, die die Erde umkreisen, vor einem hellen weißen Hintergrund, mit der Anzeige des Textes "Globales Informationsgitter".Friederike Ruppersberger

EU-AI-Grid startet: Europas neues KI-Netzwerk sichert lokale Arbeitsplätze und Wirtschaftsmacht

Neues europäisches KI-Netzwerk gestartet – Ziel: Arbeitsplätze und wirtschaftliche Vorteile in Europa halten

Offiziell an den Start gegangen ist das EU-AI-Grid, ein neues europäisches Netzwerk für Künstliche Intelligenz, das darauf abzielt, Arbeitsplätze und wirtschaftliche Gewinne auf dem Kontinent zu sichern. Das System behandelt KI wie ein Versorgungsgut – gemessen, reguliert und lokal bereitgestellt. Vorgestellt wurde das Projekt am 14. Februar 2026 auf der Münchner Cybersicherheitskonferenz von Embedded LLM, einem Unternehmen, das bereits durch seine Arbeit an Open-Source-KI-Tools wie vLLM bekannt ist.

Der erste Knotenpunkt des EU-AI-Grid nahm am 22. Januar 2026 im Telecentras in Vilnius, Litauen, den Betrieb auf. Damit begann der Aufbau eines föderierten Netzwerks, in dem jeder Standort von lokalen Betreibern eigenverantwortlich geführt wird. Diese stellen ihre eigenen Teams ein, legen Preise fest und behalten die Einnahmen in ihren Ländern.

Mittlerweile expandiert das Netzwerk über Litauen hinaus. Bis Ende 2026 sollen weitere Knoten in Lettland, Estland, Finnland, Deutschland und Italien hinzukommen. Weitere Länder wurden bisher nicht bekannt gegeben.

Bei der Präsentation in München betonte Andrius Kubilius, EU-Kommissar für Verteidigung und Weltraum, die Bedeutung von operativer KI für den Schutz der europäischen Informationsumgebung. In seinen Ausführungen verwies er auf die Problematik der aktuellen KI-Wirtschaft, in der ausländische Anbieter Rechenzentren errichten, lokale Energie verbrauchen und die daraus gewonnenen KI-Dienstleistungen zu höheren Preisen zurück nach Europa verkaufen.

Embedded LLM, das Unternehmen hinter dem EU-AI-Grid, unterhält Teams in Singapur, Taiwan und Vilnius. Trotz seiner globalen Präsenz liegt der Fokus des Netzwerks darauf, KI-Infrastruktur – und damit verbundene wirtschaftliche Vorteile – fest in Europa zu verankern.

Aktuell verbindet das EU-AI-Grid sechs Länder über eine lokal kontrollierte KI-Infrastruktur. Indem KI wie ein abgerechneter Versorgungsdienst behandelt wird, soll das System wirtschaftliche Abflüsse verhindern und regionale Arbeitsplätze stärken. Die nächsten Schritte des Projekts hängen davon ab, wie schnell neue Knotenpunkte ans Netz gehen und wie die lokalen Betreiber ihre Netzwerke managen.

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