Apothekensterben in Deutschland: Wer wirklich länger zu Medikamenten laufen muss
Apothekensterben in Deutschland: Wer wirklich länger zu Medikamenten laufen muss
Deutsche Krankenkassen widersprechen der Behauptung, dass die Schließung von Apotheken den Zugang zu Medikamenten erschwere. Aktuelle Studien zeigen, dass die meisten Menschen weiterhin schnell eine Apotheke erreichen können – zu Fuß oder mit dem Auto. Dennoch bleiben Bedenken hinsichtlich der Gerechtigkeit bei der Finanzierung der Apotheken bestehen.
Zwei unabhängige Analysen untersuchten die Erreichbarkeit von Apotheken zwischen 2020 und 2025. Die Krankenkasse Barmer wertete eigene Daten aus, während der GKV-Spitzenverband eine Studie beim Iges-Institut in Auftrag gab. Beide kamen zu dem Ergebnis, dass fast alle Einwohnerinnen und Einwohner eine Apotheke innerhalb von 10 bis 15 Minuten mit dem Auto erreichen können – mit nur einem leichten Rückgang der Erreichbarkeit über fünf Jahre hinweg.
Bis 2025 könnten jedoch etwa 1,7 Millionen Menschen – das entspricht 2 Prozent der Bevölkerung – keine Apotheke mehr in maximal 15 Minuten zu Fuß erreichen, ein Service, der ihnen 2020 noch zur Verfügung stand. Weitere 73.000 (0,1 Prozent) müssten künftig bis zu 15 Minuten mit dem Auto fahren, 10.000 mehr als noch 2020. Trotz dieser Veränderungen haben dennoch fast zwei Drittel der Arztpraxen eine Apotheke in weniger als 10 Minuten Fußweg, und über 90 Prozent können eine innerhalb von fünf Autominuten oder weniger erreichen.
Die Schließungen scheinen eher wirtschaftlichen Mustern als Standortfaktoren zu folgen. Wettbewerb und lokale Marktbedingungen sind die Hauptgründe für die meisten Schließungen, wobei es keine Hinweise darauf gibt, dass ländliche Regionen überproportional betroffen sind. 2025 wurden bundesweit etwa 440 Apotheken geschlossen, allerdings fehlen detaillierte regionale Aufschlüsselungen oder Trends für bestimmte Städte.
Der GKV-Spitzenverband drängt nun auf eine Reform der Apothekenvergütung. Der Vorschlag sieht eine niedrigere Pauschalgebühr für Apotheken mit hohem Umsatz und einen höheren Satz für solche mit geringeren Verkaufszahlen vor. Ziel ist es, die bestehenden Mittel gerechter zu verteilen – ohne die Gesamtausgaben zu erhöhen.
Die Studien deuten darauf hin, dass der Zugang zu Apotheken für die meisten Menschen in Deutschland weiterhin gut ist, auch wenn einige längere Anfahrtswege in Kauf nehmen müssen. Die vorgeschlagenen Reformen zielen darauf ab, die Finanzierung auszugleichen, um die flächendeckende Versorgung zu sichern. Sollten die Änderungen umgesetzt werden, könnten sie kleineren und ländlichen Apotheken helfen, trotz wirtschaftlicher Herausforderungen offen zu bleiben.
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