Schock-Urteil: Hundepensionsbetreiber wegen Tierquälerei mit Berufsverbot bestraft
Schock-Urteil: Hundepensionsbetreiber wegen Tierquälerei mit Berufsverbot bestraft
Ein Gericht in Halle (Saale) hat den Betreiber einer Hundepension zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr wegen Tierquälerei verurteilt. Der Fall folgte der Beschlagnahmung von 128 vernachlässigten Hunden auf dem Gelände in Delitz am Berge bei Bad Lauchstädt. Die Behörden stellten dort schwere Verstöße gegen das Tierschutzgesetz fest. Der Angeklagte musste sich vor Gericht verantworten, nachdem Inspektoren erschreckende Zustände in der Einrichtung entdeckt hatten. Im Dezember 2024 wurden alle 128 Hunde wegen Vernachlässigung und Verstößen gegen Pflegevorschriften aus der Pension entfernt. Das Gericht verhängte zudem ein vierjähriges Berufsverbot, das dem Verurteilten untersagt, Hunde zu halten, mit ihnen zu handeln oder beruflich zu arbeiten. Die Lebenspartnerin des Betreibers wurde in einem separaten Verfahren wegen zweifacher Tierquälerei schuldig gesprochen. Sie wurde zu einer Geldstrafe von 4.500 Euro verurteilt und darf drei Jahre lang keine Hunde halten oder betreuen. Der Hauptangeklagte behält jedoch eingeschränkte Rechte, unter strenger Aufsicht als tiermedizinische Fachkraft zu arbeiten – allerdings ohne alleinige Verantwortung für Tiere. Für den Betreiber war dies nicht der erste Verstoß. In einem früheren Fall war er bereits wegen Tierquälerei in einer anderen Hundezucht in Bennstedt zu einer Strafe von 1.600 Euro verurteilt worden. Die wiederholten Verstöße führten nun zu den verschärften Sanktionen im aktuellen Urteil. Das Gericht untersagte dem Betreiber für vier Jahre, ein gewerbliches Hundegeschäft zu führen. Seine Partnerin muss sich zudem an ein dreijähriges Halteverbot für Hunde halten. Wie viele der geretteten Tiere bereits in neuen Zuhausen oder Tierheimen in Sachsen-Anhalt untergebracht werden konnten, gab die Behörde nicht bekannt.
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