Felix Klein verlässt Posten als Antisemitismus-Beauftragter der Bundesregierung

Heidelore Binner
Heidelore Binner
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Ein roter Stempel mit der Aufschrift "Deutsches Reich" vor einem schwarzen Hintergrund.Heidelore Binner

Felix Klein verlässt Posten als Antisemitismus-Beauftragter der Bundesregierung

Felix Klein, der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung, wird seinen Posten in diesem Sommer nach fast einem Jahrzehnt in dieser Funktion verlassen. Er begründete seinen Schritt mit dem Wunsch, sich neuen beruflichen Herausforderungen zu widmen – und beendet damit eine lange Amtszeit, die bereits vier zusätzliche Jahre im Auswärtigen Amt vor dieser Position umfasste.

Klein trat das Amt 2018 als erster Beauftragter dieser Art an und prägte die Rolle zu einer Schlüsselfigur in Deutschlands Bemühungen gegen Antisemitismus. Während seiner Amtszeit initiierte er zahlreiche Projekte und arbeitete eng mit verschiedenen Ministerien zusammen, um Hass und Diskriminierung entgegenzutreten. Er beschrieb seine Position wiederholt als zentral für gesellschaftspolitische Debatten und betonte, dass klare, unmissverständliche Aussagen manchmal notwendig seien, um echten Wandel voranzutreiben.

Die Suche nach einem Nachfolger läuft bereits, wobei mehrere Kandidaten in der engeren Auswahl stehen. Die endgültige Entscheidung trifft Bundesinnenminister Alexander Dobrindt persönlich. Zwar bleiben die genaue Anzahl und die Qualifikationen der Bewerber vertraulich, doch wurde die Position bisher mit Personen besetzt, die über Erfahrung in politischer oder sozialer Interessenvertretung verfügen.

Als entscheidend für die Wirksamkeit des künftigen Amtsinhabers gilt die Unterstützung des Zentralrats der Juden in Deutschland. Wer die Nachfolge antritt, muss in der Lage sein, mit einer breiten Palette gesellschaftlicher Gruppen in Dialog zu treten und praktische Strategien zur Bekämpfung von Antisemitismus zu entwickeln. Die Rolle selbst bleibt ein zentraler Ansprechpartner im anhaltenden Kampf des Landes gegen Hass.

Kleins Abschied markiert das Ende eines wichtigen Abschnitts in Deutschlands Umgang mit Antisemitismus. Der neue Beauftragte übernimmt ein Amt mit weitreichenden Verantwortlichkeiten – von der politischen Zusammenarbeit bis hin zur öffentlichen Aufklärung. Sein oder ihr Erfolg wird sowohl von der offiziellen Rückendeckung als auch von der Fähigkeit abhängen, Vertrauen in unterschiedlichen Gemeinschaften aufzubauen.

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