Linnemanns umstrittene These: Migranten als Retter des Wirtschaftswunders?

Falk Hornig
Falk Hornig
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Ein aufgeschlagenes Buch mit dem Titel "Die Geschichte Deutschlands" zeigt eine Schwarz-Weiß-Illustration einer Stadtlandschaft mit Gebäuden, Menschen und Himmel, begleitet von Text.Falk Hornig

Linnemanns umstrittene These: Migranten als Retter des Wirtschaftswunders?

Eine aktuelle Nachrichten aktuell des CDU-Vorsitzenden Carsten Linnemann, wonach Migranten das deutsche Wirtschaftswunder nach dem Krieg maßgeblich geprägt hätten, hat für Aufsehen gesorgt. Die Aussage, in der Gastarbeiter als "entscheidend" für den Wiederaufstieg bezeichnet werden, steht im Widerspruch zu historischen Fakten. Kritiker werfen der Partei vor, sie übernehme nun linke Narrative und verrate damit ihre marktliberalen Wurzeln.

Linnemann, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und CDU-Generalsekretär, betonte, Migranten hätten "dieses Land mitaufgebaut" und seien für das Wirtschaftswunder unverzichtbar gewesen. Doch wirtschaftliche Daten belegen, dass der Boom bereits in vollem Gange war, bevor in den späten 1950er-Jahren die ersten Gastarbeiter angeworben wurden. Die Exporte stiegen bereits kräftig, und die Industrieproduktion hatte sich Jahre zuvor schon erholt.

Die Anwerbung von Millionen Gastarbeitern begann erst, nachdem sich die westdeutsche Wirtschaft stabilisiert hatte. Historiker verweisen darauf, dass die Arbeitskräfteabkommen vor allem von ausländischen Regierungen vorangetrieben wurden – und nicht aufgrund deutscher Nachfrage. Ludwig Erhards marktwirtschaftliche Reformen und die Leistungen der einheimischen Belegschaften, nicht die Migration, trieben den Wiederaufstieg voran.

Unter Linnemanns Führung hat die CDU eine Wende hin zu interventionistischen Positionen vollzogen: Sie setzt nun auf Industrieprotektionismus und EU-Subventionen. Dies markiert einen Bruch mit Erhards Prinzipien minimaler staatlicher Eingriffe und offenen Wettbewerbs. Kritiker werfen der Partei vor, sie bediene sich grün-linker Rhetorik und verzerre die Geschichte, um aktuelle politische Agenden zu stützen.

Die Debatte offenbart die wachsende Spaltung innerhalb der CDU in Fragen der Wirtschaftspolitik und historischen Fakten. Zwar leisteten Gastarbeiter später einen wichtigen Beitrag zur deutschen Arbeitswelt – doch die Aufzeichnungen belegen, dass das Wirtschaftswunder bereits in vollem Gange war, bevor sie kamen. Der Kurs der Partei hin zu einer staatlich gelenkten Wirtschaft steht damit in scharfem Kontrast zu ihren marktliberalen Ursprüngen.

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