Heizungsgesetz: Kompromiss bei erneuerbaren Energien in Sicht – doch die Unsicherheit bleibt

Friederike Ruppersberger
Friederike Ruppersberger
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Eine Gruppe von Menschen vor einem Gebäude mit Säulen und einer Tür, die ein Transparent mit Text, Fahnen und Luftballons halten, nimmt an einem Klimastreik in Deutschland teil.Friederike Ruppersberger

Koalition auf Kurs bei Verhandlungen über Heizungsgesetz - Heizungsgesetz: Kompromiss bei erneuerbaren Energien in Sicht – doch die Unsicherheit bleibt

Die Reform des Heizungsgesetzes in Deutschland befindet sich weiterhin in einer politischen Pattsituation und lässt Hausbesitzer und Unternehmen im Unklaren über künftige Vorschriften. Streitpunkt ist vor allem die geplante 65-Prozent-Vorgabe für erneuerbare Energien in neuen Heizsystemen, bei der sich Union und SPD nicht auf zentrale Änderungen einigen können. Nun zeichnet sich jedoch bereits für nächste Woche ein möglicher Kompromiss ab.

Die Ampelkoalition hatte ursprünglich im Rahmen ihres Koalitionsvertrags eine Überarbeitung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) versprochen. Doch Streitigkeiten um Paragraf 71 – die Regelung, die 65 Prozent erneuerbare Energien in neuen Heizungsanlagen vorschreibt – blockieren die Fortschritte. Während die Union (CDU/CSU) die Vorgabe abschwächen oder ganz streichen will, pocht die SPD auf deren Beibehaltung.

Seit Mitte Februar 2026 wächst die Verunsicherung in der Bevölkerung. Hausbesitzer, Investoren und Wirtschaftsverbände fordern Klarheit. Organisationen wie der BDEW drängen auf schnelle, praxistaugliche Reformen, um die Unsicherheit zu beenden. Zwar dürfen bestehende Heizungen weiterhin nach den aktuellen Regeln betrieben werden, doch der schrittweise Ausstieg aus Öl- und Gasheizungen bleibt ein zentrales Ziel für den Klimaschutz.

Jens Spahn (CDU/CSU) betonte, es gelte, Bezahlbarkeit, Planbarkeit für Haushalte und Klimaschutz in Einklang zu bringen. Matthias Miersch (SPD) räumte zwar unterschiedliche Positionen ein, zeigte sich aber optimistisch, dass eine Einigung in Reichweite sei. Beide Seiten wollen in den kommenden Tagen ihre Reformvorschläge vorlegen.

Eine finale Einigung über das Heizungsgesetz könnte bereits nächste Woche stehen. Der erwartete Kompromiss soll erneuerbare Energien fördern, ohne starre Vorgaben zu machen, und so Bedenken der Wirtschaft entgegentreten. Bis dahin harren Investitionsentscheidungen aus – Unternehmen und Hausbesitzer warten auf klare Regelungen.

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