Neue Steuerregel: 75 Prozent Abschreibung für Elektro-Dienstwagen ab Juli 2025
Neue Steuerregel: 75 Prozent Abschreibung für Elektro-Dienstwagen ab Juli 2025
Neue Steuerregel ermöglicht deutschen Unternehmen höhere Abschreibungen auf Elektro-Dienstwagen
Ab dem 1. Juli 2025 tritt eine steuerliche Neuerung in Kraft, die es deutschen Unternehmen ermöglicht, Elektro-Firmenwagen stärker abzuschreiben. Die Änderung bietet erhebliche Sonderabschreibungen im ersten Jahr und ermöglicht es Betrieben, gekaufte oder im Leasingmarkt erworbene Förderfahrzeuge schneller steuerlich geltend zu machen – und so ihre zu versteuernden Gewinne stärker zu mindern als bisher.
Mit der angepassten Abschreibungsmethode können Firmen im ersten Jahr 75 Prozent des Kaufpreises eines Elektroautos absetzen. Dies gilt sowohl für Neu- als auch für Gebrauchtwagen, sofern sie ab dem 1. Juli 2025 angeschafft werden. Die restlichen 25 Prozent des Fahrzeugwerts lassen sich über die folgenden fünf Jahre mit Sätzen von 10, 5, 5, 3 und schließlich 2 Prozent abschreiben.
Auch Unternehmen, die Vollamortisations-Leasingverträge nutzen, können von der Sonderabschreibung profitieren. Bei dieser Variante decken die Leasingraten die gesamten Fahrzeugkosten inklusive Finanzierung ab. Die meisten Standard-Leasingverträge qualifizieren sich jedoch nicht, da sie lediglich das Nutzungsrecht – nicht aber das Eigentum – am Fahrzeug übertragen.
Offizielle Zahlen dazu, wie viele deutsche Unternehmen bis Ende 2024 bereits Vollamortisations-Leasing genutzt haben, um ähnliche Steuervergünstigungen nach § 7 EStG in Anspruch zu nehmen, liegen bisher nicht vor.
Ziel der Regelung ist es, Unternehmen durch geringere Anschaffungskosten zum Umstieg auf elektrische Fuhrparks zu motivieren. Die größten Steuervorteile erhalten dabei Betriebe, die Fahrzeuge nach dem 1. Juli 2025 kaufen oder förderfähige Leasingverträge mit der Deutschen Bahn abschließen. Bestehende Verträge oder Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor bleiben von den neuen Abschreibungsätzen ausgenommen.
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