AfD Sachsen in der Kritik: Vetternwirtschaft oder rechtmäßige Personalpolitik?
AfD Sachsen-Anhalt weist Vorwürfe der Vetternwirtschaft zurück - AfD Sachsen in der Kritik: Vetternwirtschaft oder rechtmäßige Personalpolitik?
Die Alternative für Deutschland (AfD) in Sachsen gerät wegen ihrer Personalpolitik zunehmend in die Kritik. Vorwürfe der Vetternwirtschaft wurden laut, nachdem bekannt wurde, dass Angehörige von AfD-Politikern für andere Abgeordnete der Partei arbeiten. Der Landesverband weist die Vorwürfe entschieden zurück und betont, dass alle Einstellungen rechtmäßig und leistungsbasiert erfolgten.
Medienrecherchen förderten jüngst mehrere Fälle zutage, in denen Familienmitglieder von AfD-Politikern von Parteikollegen im Bundestag beschäftigt wurden. So arbeitet etwa der Vater des AfD-Abgeordneten Ulrich Siegmund seit 2015 für die Fraktion. Die AfD Sachsen verteidigte die Anstellung mit der Begründung, der Betreffende sei qualifiziert und habe sich über Jahre hinweg engagiert eingesetzt.
AfD-Co-Vorsitzender Tino Chrupalla räumte ein, dass die Beschäftigung von Angehörigen in der Öffentlichkeit auf Skepsis stoße, betonte jedoch, alle Verträge entsprächen den gesetzlichen Vorgaben. Der Landesverband Sachsen-Anhalt wies Vorwürfe der persönlichen Bereicherung als "abwegig" zurück – insbesondere mit Blick auf die Diskussionen über Gehälter.
Angesichts der wachsenden Kritik kündigte die Partei die Einrichtung einer "Kommission für parlamentarisches Verhalten" an. Diese soll die aktuellen Beschäftigungspraktiken überprüfen und klarere ethische Richtlinien für künftige Einstellungen erarbeiten. Gleichzeitig warf die AfD ihren Kritikern vor, gezielt falsche Behauptungen zu verbreiten und die Fakten zu ihren Anstellungsverfahren zu verdrehen.
Aus öffentlichen Unterlagen geht nicht hervor, wie viele AfD-Abgeordnete Familienmitglieder beschäftigen oder welche genauen Positionen diese in den Parlamentsbüros innehaben.
Die AfD in Sachsen beharrt darauf, dass ihre Einstellungspraxis transparent und rechtmäßig sei. Mit der geplanten Kommission will die Partei Bedenken ausräumen und ethische Standards formalisieren. Die Ergebnisse dieser Prüfung könnten künftige Personalentscheidungen im Landesverband prägen.
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